Rendite – die Renditearten im Überblick

Rendite

Bei Renditen handelt es sich prinzipiell um einen Ertrag, dem ein Investment vorausgeht. Es gibt unterschiedliche Formen der Geldanlage und ebenso verschiedene Arten der Rendite. Hauptsächlich wird hier in fünf Renditearten unterschieden, die im folgenden Beitrag erläutert werden.

Brutto- und Nettorendite

Bei allen Anlagen spielen die Brutto- und Netto Kapitalerträge eine Rolle. Wie der Begrifflichkeit zu entnehmen ist, handelt es sich bei der Bruttorendite um die Ausschüttung nach der Verzinsung, aber vor Entrichtung der Gebühren und Steuern. Dem gegenüber steht die Nettorendite, die auch als Rendite nach Steuer bezeichnet wird und den reellen Ertrag nach Abzug aller Kosten – im Verhältnis zum Investment gibt.

Die Nettorendite ist somit die reine Differenz zwischen dem getätigten Investment, seinen Folgekosten und der Summe inklusive Verzinsung nach Steuer. Die Bruttorendite gibt Ihnen einen groben Überblick zum Ertrag, liefert aber nicht das endgültige Ergebnis. Denn wie lohnenswert ein Investment im Endeffekt war, zeigt sich in dem Moment, in dem alle Gebühren und Steuern abgeführt wurden und der Reingewinn ersichtlich ist.

Dividenden-, Aktien- und weitere Renditearten

Renditen aus Aktien- und Anleihegeschäften werden finanzmarkttechnisch als Dividendenrenditen bezeichnet. Die Rendite ergibt sich aus dem Kurs, zu dem ein Wertpapier angekauft wird und aus dem Betrag, der nach Ablauf der Haltefrist auf dem Papier steht. In diesem Fall hängt die Höhe der Rendite davon ab, wie sich ein Wertpapier entwickelt und ob der Kurs im Anlagejahr steigt oder fällt. Auf dem Aktienmarkt sollte auch die Negativrendite in den Fokus gelangen, da sie auftritt, wenn das Papier am Ende des Jahres einen geringeren Wert als zum Kaufzeitpunkt aufweist. Fallende Aktienkurse führen zu negativen Renditen, was bedeutet, dass der Rückkauf nur unter dem Ankaufwert erfolgt und dass das Investment einen Verlust erzielt hat.

In der Finanzmathematik gibt es die stetige Rendite, die allerdings nicht mit einem Ertrag einhergeht, sondern ausschließlich eine Rechengröße bezeichnet. Der Begriff diskrete Rendite berechnet das Wachstum, also den Wertzuwachs zwischen zwei festgelegten Zeitpunkten. Eine häufige Renditeform ist die Mietrendite, die jeder Vermieter aus dem Ertragswert ihrer Immobilie und den Mietzahlungen bezieht. Bei Firmeninvestments sind Cashflow Renditen eine Regel, um den prozentualen Umsatzanteil des finanzwirtschaftlichen Ertrags zu berechnen.

Zeitgewichtete und kapitalgewichtete Renditen setzen die Betrachtung über einen längeren Zeitraum voraus. Erstere wird auch als geometrische Durchschnittsrendite bezeichnet und benennt den Wert, der sich ohne Zusatzeinzahlungen und ohne Geldentnahmen ergibt. Die kapitalgewichtete Rendite erlaubt Entnahmen und Einzahlungen, da sie als jährliche Durchschnittsrendite berechnet wird.

Nettomietrendite – der Reingewinn bei Immobilienvermietungen

Mietrenditen können in Brutto und Netto angegeben werden. Der Bruttowert setzt lediglich den Kaufpreis der Immobilie ins Verhältnis zu den erzielbaren Mieten pro Jahr. Ein konkretes Ergebnis der wirklichen Rendite ergibt sich daraus nicht, da der Gesamtaufwand beim Immobilienerwerb über dem reinen Kaufpreis liegt. Hier kommt die Nettomietrendite zum Tragen und errechnet sich aus den Netto-Mieteinnahmen und den Gesamtkosten der Immobilie zuzüglich Grundbuch-, Makler- und Kaufnebenkosten, der Grunderwerbssteuer und sämtlichen Notargebühren. Von der Jahresbruttomiete wird zur Berechnung der Nettomietrendite jeder nicht umlagefähige Betrag zur Verwaltung und Instandhaltung abgezogen.

Die verschiedenen Renditeformen werden mit unterschiedlichen Formeln berechnet und folgen den Regeln, die im jeweiligen Segment gültig sind. Eine Gemeinsamkeit herrscht bei allen Renditearten vor und bezieht sich darauf, dass der wirkliche Ertrag immer netto berechnet – also nach der Abgabe aller Gebühren und Steuern ermittelt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.