Leitfaden für den deutschen Energiemarkt

Energie Leitfaden

Der deutsche Strommarkt ist durch eine Vielzahl von Unternehmen gekennzeichnet, die in verschiedenen Marktsegmenten tätig sind, d.h. in der Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Versorgung. Der Nettostromverbrauch in Deutschland belief sich im Jahr 2021 auf rund 511,6 Terawattstunden.

Infolge der Liberalisierung hat sich der Markt erheblich verändert, was zu zahlreichen Fusionen, Übernahmen, Joint Ventures und anderen Allianzen geführt hat, um Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen und zu erhalten. Die Zahl der Anbieter hat erheblich zugenommen, ebenso wie das Handelsvolumen. Die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig ist die führende Energiebörse in Kontinentaleuropa. Durch die Öffnung des Marktes für Messdienstleistungen werden die Wettbewerbsmöglichkeiten für die Kunden weiter erhöht.

Hauptakteure

Die wichtigsten Akteure sind die vier großen Versorgungsunternehmen (E.ON AG, RWE AG, Vattenfall GmbH und EnBW AG) (Big Four). Sie sind in der Erzeugung, Verteilung und Lieferung von Strom tätig. Der Verteilungs- und der Versorgungssektor sind jedoch durch eine große Anzahl von Unternehmen und – im Bereich der Versorgung – durch starken Wettbewerb gekennzeichnet. Im Übertragungssektor sind die wichtigsten Akteure (d. h. die Übertragungsnetzbetreiber) TenneT TSO GmbH, Amprion GmbH, 50 Hertz Transmission GmbH und TransnetBW GmbH.

Die meisten Erzeugungsunternehmen sind in privater Hand, während alle Übertragungsnetzbetreiber mit Ausnahme von TenneT in privater Hand sind. Die Verteilernetzbetreiber und Versorgungsunternehmen befinden sich dagegen meist im Besitz von Kommunen, einige davon in öffentlich-privater Hand. Häufig versorgen die lokalen Elektrizitätsunternehmen auch die Gas- und Wasserversorgung, die Abfallentsorgung und den öffentlichen Nahverkehr.

Die vertikale Integration im deutschen Stromsektor ist nach wie vor stark. Die strengen Entflechtungsvorschriften, die für den Übertragungs- und – weniger streng – für den Verteilungssektor gelten, haben diese von den integrierten Sektoren getrennt. Der anhaltende Trend zur Rekommunalisierung, der durch das Auslaufen vieler so genannter „Konzessionsverträge“ mit den Kommunen untermauert wird, die das ausschließliche Recht zum Bau und zur Instandhaltung von Verteilungsleitungen im Gemeindegebiet gewähren, hat ebenfalls zu einer Verschiebung der vertikalen Integration geführt: Die Konzessionsverträge, die früher von den großen Vier gehalten wurden, sind in der Regel nicht verlängert worden, so dass sich kommunale Unternehmen erfolgreich um die Konzession und den Betrieb des Verteilungsnetzes bewerben und diese übernehmen konnten.

Historisch gesehen haben die großen Vier eine starke Rolle im deutschen Elektrizitätssektor gespielt und einen hohen Marktanteil in der Stromerzeugung. Dennoch wird sich die Struktur des Erzeugungssektors im Zuge der Umsetzung der revidierten Energiepolitik, die erneuerbare Energien und eine dezentrale Energieversorgung fördert, grundlegend ändern.

Als Reaktion auf den Atomunfall in Fukushima beschloss der Deutsche Bundestag im Juli 2011, die im Herbst 2010 geplante Verlängerung der Betriebsgenehmigungen für Kernkraftwerke zu stoppen, acht Kernkraftwerke sofort abzuschalten und die übrigen neun Kernkraftwerke bis 2022 auslaufen zu lassen. Die Reduzierung der Kernenergie hinterließ eine Marktlücke, die erhebliche Auswirkungen auf den Erzeugungssektor hat. Lokale Versorgungsunternehmen und unabhängige Stromerzeuger werden immer aktiver in der Stromerzeugung. Der Anteil der lokalen Versorgungsunternehmen am Stromerzeugungsmarkt ist 2011 auf 12,6 % gestiegen (mit dem Ziel, bis 2020 einen Anteil von 20 % zu erreichen). Dies ist zum Teil auf die zunehmende Bedeutung der dezentralen Erzeugung und der erneuerbaren Energiequellen zurückzuführen. Durch den erheblichen Zuwachs an erneuerbaren Energien sind die konventionellen Erzeugungskapazitäten unter erhöhten wirtschaftlichen Druck geraten. Dementsprechend sank der Marktanteil der großen Vier bei der Versorgung von Haushaltskunden von 50 % im Jahr 2008 auf 45 % im Jahr 2011. Schließlich machen der stetig steigende Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der Preisvorteil von Kohle gegenüber Erdgas die Stromerzeugung aus Gas zunehmend unwirtschaftlich.

Struktur des Übertragungssektors

Das deutsche Stromnetz mit einer Länge von rund 1,7 Mio. Kilometern umfasst vier Spannungsebenen: Die Höchstspannungsebene (380 und 220 kV), die Hochspannungsebene (110 kV), die Mittelspannungsebene (60 bis 6 kV) und die Niederspannungsebene (230 und 400 V). Große Stromerzeugungsanlagen sind an das Höchstspannungsnetz angeschlossen, das die wichtigsten Stromknotenpunkte im ganzen Land miteinander verbindet, während das Hochspannungsnetz eher regionalen Charakter hat. Sowohl die Höchstspannungsebene als auch die Hochspannungsebene sind Teil des deutschen Übertragungsnetzes. Die Mittel- und Niederspannungsebene sind Teil des Verteilernetzes und werden von den örtlichen Verteilernetzbetreibern betrieben.

Vertrieb

Struktur des Verteilungssektors

Der Verteilungssektor umfasst rund 900 Netzbetreiber, die zum Teil in privatem Besitz sind und auf der Grundlage von Konzessionsverträgen mit den Kommunen betrieben werden, in vielen Fällen aber in öffentlichem Besitz sind und von den Kommunen betrieben werden. Der Rekommunalisierungstrend im Zuge der schwindenden Marktposition der großen Vier wird die Zahl der kommunalen DSOs weiter erhöhen.

Da für integrierte Elektrizitätsunternehmen im Verteilungssektor, die weniger als 100.000 Kunden versorgen, keine Verpflichtung zur rechtlichen Entflechtung besteht, liegen die Verteilung und die Belieferung der Kunden mit Strom häufig in den Händen desselben lokalen Versorgungsunternehmens.

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